Von Südamerika nach Leverkusen
Von Südamerika nach Leverkusen – Besuch eines südamerikanischen Immigranten am Lise
Der 10er Regionalwissenschaften-Kurs unter der Leitung von Herrn Drach beschäftigte sich seit Anfang Februar mit dem Thema Immigration nach Leverkusen. Am Mittwoch, den 25. Februar 2026, bekam der Kurs erste Vorträge über zwei verschiedene Kulturkreise vorgestellt. Der erste Vortrag thematisierte die südamerikanische Immigration nach Leverkusen. Die Schülerin Giulia-Maria hatte mit Grundlage des Push- und Pull-Modells der Migration eine Präsentation vorbereitet. Um ihren Vortrag lebensnah zu gestalten, brachte die Schülerin einen südamerikanischen Immigranten zu Gast mit.
César Augusto Fonseca Tobon wurde 1975 in Pereira, Kolumbien geboren und lebte dort bis zu seinem 11. Lebensjahr. Im Jahr 1984 zog er aufgrund der Ortsgröße und besserer Arbeitsmöglichkeiten nach Medellín und blieb bis 2012 dort.
Am besagten Ort wuchs er auf und lernte während seines 13. Lebensjahres das Handballspielen. César schlug sich nicht nur als Torwart gut, sondern war auch zwei Jahre lang der beste Torwart seiner Region. Seine Mannschaft spielte überall bei nationalen Turnieren gegen die Mannschaften anderer Regionen und landete immer unter den besten 3.
Im Jahr 2012 wanderte er nach Köln, Deutschland aus und zwei Jahre später, im Jahr 2014, nahm er an einer Qualifikation als Berufskraftfahrer teil und arbeitete als Busfahrer bei einem Subunternehmer der KVB.
Im Jahr 2015 erfolgte ein weiterer Wohnortswechsel: César zog nach Bergisch Gladbach um und fing im Mai 2019 bei der WUPSI GmbH als Busfahrer im öffentlichen Dienst an.
Im Jahr 2021 zog er nach Leverkusen-Lützenkirchen um und arbeitet seitdem mit einem viel kürzeren Arbeitsweg weiterhin bei der WUPSI GmbH.
Am Lise-Meitner-Gymnasium wurde César zunächst freundlich begrüßt und bekam einen von Herrn Drach vorbereiteten Tee. Nach einer kurzen Einführung in die Länder Südamerikas, bat Herr Drach Giulia und César nach vorne. Der besondere Gast stellte sich zunächst vor und listete die südamerikanischen Staaten in ihrer Originalaussprache auf. In einem Interview wurden dem Gast die Fragen Was sind Ursachen dafür, Südamerika zu verlassen? und Welche Aspekte ziehen nach Leverkusen an? gestellt.
Um diese Fragen verständlich zu beantworten, zählte er eine Reihe Punkte auf und erläuterte sie. Dies schaffte er durch das Erzählen eigener Erfahrungen, Empfindungen oder Anekdoten. Dabei unterschieden sich seine Push- und Pull-Faktoren durch vielfältige Schwerpunkte und Wichtigkeit des persönlichen Empfindens.
Am Ende des Vortrags hatten alle die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Der Kurs bekam einen lehrreichen Einblick in die Perspektive eines südamerikanischen Immigranten in Leverkusen.
Giulia-Maria