| GAPP 2009/2010 |
|---|
|
German American Partnership Programm 2009 Wir alle hatten uns schon lange auf den 19. Oktober gefreut, der Tag, an dem unser Austausch mit unserer Partnerschule in Pittsburgh endlich losgehen sollte. Doch während unseres dreiwöchigen Aufenthalts in Amerika waren wir nicht nur in Pittsburgh, sondern verbrachten auch die ersten drei Tage in New York. Direkt nach unserer Ankunft am JFK konnte noch niemand wirklich glauben, dass wir nun in Amerika waren. Trotz Schlafmangel -schließlich mussten wir um 5 Uhr morgens schon an der Schule sein- und des 9-stündigen Fluges waren wir alle schlagartig wieder wach, als wir auf der Busfahrt zu unserem Hotel in Queens die ersten Wolkenkratzer Manhattans erblickten. ![]() Anstatt uns im Hotel auszuruhen, fuhren wir direkt nach Manhattan, und hatten vom Empire State Building aus einen atemberaubenden Ausblick auf ganz Manhattan bei Nacht. Danach gingen wir noch am Times Square spazieren. Alles dort funkelte und leuchtete, überall waren noch Menschen unterwegs und durch die ganzen Lichter hatte man den Eindruck, es sei noch helllichter Tag. In den nächsten zwei Tagen versuchten wir alles Sehenswerte zu besichtigen: Wir waren im Central Park, haben uns die Trump-Gebäude angeguckt, sind natürlich mit der Fähre an der Freiheitsstatue vorbeigefahren, sind die 5th Avenue entlang spaziert, haben Ground Zero besucht und hatten trotzdem noch Zeit, New York auf eigene Faust zu erkunden. Beispielsweise fuhren einige nach Brooklyn und kamen über die Brooklyn-Bridge zurück, haben sich Chinatown angeguckt oder die New York University besichtigt. Wir waren also die ganze Zeit unterwegs und praktisch auch chronisch müde. Unseren letzten Tag haben wir dann mit dem Musical "West Side Story" am Broadway abgeschlossen. ![]() Am nächsten Morgen ging es schon mit dem Flugzeug nach Pittsburgh, und man konnte richtig merken, wie die Stimmung sich verändert hatte: in New York waren wir noch alle aufgedreht und laut, doch als wir dann in der kleinen Klappermaschine mit gerade mal 50 Plätzen saßen, wurde es ausgesprochen still. Nur wenige unterhielten sich, die meisten machten sich nur noch Gedanken über das bevorstehende Treffen mit ihren Gastfamilien, viele hatten Angst davor, dass sie ihre Austauschpartner nicht erkennen würden. ![]() ![]() Aber als wir an der Schule ankamen, ging alles ganz schnell, die Amerikaner hatten bunte Schilder angefertigt mit den Namen ihrer Austauschpartner, sodass jeder seinen Partner ohne Probleme finden konnte, und dann ging es sofort zu den Familien. Doch auch in den darauf folgenden zwei Wochen hatten wir eine Menge zu tun, wir waren nicht nur zusammen mit unseren amerikanischen Austauschpartnern in Washington und haben uns das Weiße Haus, das Kapitol und all die Museen dort angesehen, die übrigens alle umsonst sind, sondern erkundeten auch Pittsburgh. ![]() ![]() Aber natürlich waren wir auch dort in der Schule und haben das normale amerikanische Leben kennen gelernt. Und selbst wenn es sich seltsam anhört, war es doch interessant, dort zur Schule zu gehen. So konnte man zum einen noch mehr unglaublich nette Leute kennen lernen, und zum anderen an dem normalen Leben seines Austauschpartners teilnehmen. Die Schule an sich unterscheidet sich jedoch sehr von unserer, so wird dort zum Beispiel noch viel mehr Wert auf Regeln und deren Einhaltung gelegt. Man darf nicht ohne Flurpass während des Unterrichts auf die Toilette gehen, und auch nicht das Schulgelände verlassen, selbst während der Freistunden. Außerdem ist es den Schülern, die Autofahren können, nicht erlaubt, Freunde mit zur Schule zu nehmen. Und damit sich auch alle an diese und all die anderen Regeln halten, gibt es dort Kameras… Die Upper St. Clair High School ist generell sehr gut ausgestattet, so gibt es eine riesige Sporthalle und ein eigenes Schwimmbad, überall neue Computer und eine große Cafeteria. ![]() Aber natürlich waren wir nicht nur in der Schule, wir waren auch bei den Footballspielen der Schulmannschaft, haben an den Clubs unserer Austauschpartner teilgenommen und am 31.Oktober natürlich traditionell Halloween gefeiert. Außerdem waren wir auch noch mit der ganzen Gruppe Bowlen und hatten die Möglichkeit, uns eine Schultheateraufführung anzugucken, die, wie ich leider zugeben muss, um einiges besser und professioneller war, als die an unserer Schule. Die drei Wochen gingen unglaublich schnell vorbei und als dann der Tag des Abschiedes kam, wollte sich keiner wirklich verabschieden. Alle waren sich einig, dass sie gerne noch bei ihren neuen Freunden geblieben wären. ![]() Aber nun können wir uns schon darauf freuen, unsere Amerikaner im Juni hier zu begrüßen und sie so herzlich willkommen zu heißen wie sie uns. Michelle Geus |








